Als ich anfing, diese folgenden Zeilen zu schreiben, sass ich alleine in einem Internet Cafe im Koelner Hauptbahnhof. Es war der 24 Dezember 2009, und ich habe an diesem Tag nichts anderes gemacht, als zu schreiben...
So ein Jahr ist fast wieder rum...
Ein aufregendes Jahr für mich, vielleicht auch für einige andere ebenfalls.
Für einige war dieses Jahr vielleicht auch Sorgenvoll. Einige haben jemand liebes verlohren oder vielleicht auch den Arbeitsplatz.
Viele sitzen bestimmt auch auf einem Berg von Rechnungen und wissen nicht mehr wie sie dem hinterher kommen sollen.
Für einige war das Jahr bestimmt auch wunderschön, eine neue Liebe oder ein neues Glück in Form von einem kleinen schreienden Etwas, dem man die Windeln wechseln muss.
Nun ist es soweit, den heutigen Abend werden die meißten von euch mit ihrer Familie verbringen... Und dann werden die Geschenke ausgetauscht und ihr werdet sie mit strahlenden Augen auspacken und euch freuen oder zumindest so tun als ob ihr euch freut.
Dabei vergessen einige das größte Geschenk dieser Zeit... Ihre Familie an sich... Zeit die sie haben ihr Universum zu stärken. Die Verbindungen mit der Familie ist ein eigenes Universum. Dort sollten im besten Fall die Regeln der Liebe walten. Die Werte der Liebe als oberste Gebote.
Güte, Verständniss, Aufgeschlossenheit, Tolleranz, Gnade, Ehrlichkeit
Denn wenn ihr euren Kreis verlässt, trefft ihr draußen auf die Werte des Hasses in Form von Neid, Unverständniss, Intolleranz, Ungnade, Lug und Trug.
Ich habe eine kleine Tour hinter mir. Eine Tour in der ich einiges gesehen habe und dadurch auch vieles anders sehe.
Vor etwa über einem Jahr war ich es Leid. So viele unglückliche Gesichter die mir in Berlin eine Hoffnungslosigkeit vermittelt haben, die ich einfach nicht ignorieren konnte.
Doch warum? Das war meine große Frage...
Warum sind die meißten meiner berliner Mitmenschen so depressiv, so unglücklich, so Hoffnungslos???
Ich habe schwer darüber nachgedacht, was es ist, warum die meißten nicht fähig sind das Leben zu genießen.
Die meissten gehen im Alltag unter, die Zeit rast an diesen Menschen vorbei um sie dann nach einem Jahrzehnt erkennen zu lassen, dass sie nicht wirklich viele schöne Momente in Erinnerung haben. Sie hatten sie, aber sie haben sie entweder ignoriert oder nicht wahr genommen.
Und warum? Weil sie sich 24 Stunden täglich mit ihren Sorgen rumquälen und nicht fähig sind mal abzuschallten. Oder andere glücklicher halten als sie wirklich sind.
Gut dachte ich im letzten April... Meine Beobachtungen beschränkten sich ja nur auf Berlin.Vielleicht ist es ja das Großstadtflair, mit dem die meißten nicht klar kommen.
Also blieb mir nichts anderes übrig als mein Standort zu wechseln. Am ersten Mai stand ich noch zwischen den Fronten von Polizei und Autonomen am Kottbusser Tor in Berlin Kreuzberg und habe nicht verstanden was dieses Chaos bringen soll. Aber ich denke es sind haupsächlich Kinder die dort mit Steinen schmeissen, Kinder die mit dem Frust unserer Gesellschaft nicht klar kommen und an diesem einen Tag ihren Frust in Wut auslassen. Das soll nicht heißen, das ich das für gut bezeichne.
Es ist nur der Versuch ein Verständniss für diese Kinder aufzubringen.
Am 2 Mai saß ich dann schon im Zug Richtung Köln.
Zwei liebe Menschen, die allerdings nicht erwähnt werden möchten, haben mir ihr Bungalow zur Verfügung gestellt und ich habe dafür den Sommer über ihren Garten gepflegt. Um etwas zu sehen was mir zeigt, wie das Miteinander in Köln ausschaut, habe ich nach zwei Wochen schon 5 Jobs angenommen.
In einer Bar, in einer Discothek, in einem Sterne Restaurant, in einem Touristen-Restaurant am Rhein oder sogar als Betreuer in einer Grundschule.
Es ging mir nicht ums Geld. Ich habe auch manchmal gar kein Lohn genommen sondern habe gekündigt und bin zum nächsten Laden weiter gezogen.
Am interessantesten fand ich allerdings die Arbeit mit den Kindern. Und ich hatte enorm viele Gesprächspartner, Ich denke um die neun Jobs hatte ich bis zum September angenommen. Daher auch hunderte von Kollegen, von denen ich mir die besten rauspickte und Freundschaften aufbaute.
Zwei mal habe ich auch als Protagonist fürs Fernsehen gearbeitet, ihr konntet mich auf Abenteuer Leben sehen, wie ich ein Gartenhaus zusammenbaute und ziemlich versagte.
Auch dafür habe ich kein Geld genommen. Ich habe vielmehr gewonnen. Nämlich einen Eindruck was für Menschen hinter den Kameras stecken, die für uns tagtäglich Müll produzieren und uns dann über die Glotze hinweg damit beschmeißen. Ernsthafte, aufklärende und kritische Berichterstattung ist gar nicht möglich, da diese Leute weit davon entfernt sind aufgeklärt zu sein. Es geht ihnen nur um Einschalltquoten.. Und kennen tun sie die Simpsons, GZSZ, Taff und Sam...
Die Ungerechtigkeiten in unserer Gesellschaft interresieren sie nicht, da sie sich selber vom Leben als ungerecht behandelt fühlen.
Auch in der Bar, wo die besser betuchten Kölner Abend für Abend ihren Reichtum zellebrierten, war mir doch eins sehr schnell bewusst. Hinter diesen vielen schillernden Fassaden sah man oft genug die Unzufriedenheit hindurch blitzen. Viele kamen allein kippten ein paar Gläser, um dann wieder allein zu gehen.
Einsam, viele von ihnen kamen mir einsam vor. Hübsche Mädchen die mit strahlenden Augen das Champanger Glas in empfang nahmen und dabei ihren Gönnern verträumt und dankbar in die Augen schauten. Dann wieder etwas ältere Mädchen, die nun selber für ihr Glas aufkommen mussten und verbittert erkennen das sie älter ausschauen und nicht genug Geld haben, um das zu verhindern. Ein Haufen Masken, mit der jeder vorführen wollte wie glücklich er sei.
Im Rhein-Restaurant war es genau andersrum...
Kaputt, die Kollegen dort waren einfach nur kaputt. Und der Frust den die Mitarbeiter mit sich rumschleppten, auf dem Weg von der Arbeit zur Spielothek und zurück, wurde in absoluten Hass auf Arbeit demonstriert. Selbst der Chef beschimpfte seine Mitarbeiter und schmiss mit Tellern. Bei mir allerdings schien er sich ein wenig unsicher zu sein, wusste nicht mit meinem Lächeln umzugehen. Wir gingen uns bestmöglich aus dem Weg.
In den Sommerferien unternahm ich viele Ausflüge mit den Kindern... Mit Buss, Bahn oder Dampfer.
Ich wurde ständig gelobt, wie gut ich mit den Kindern zurecht kam. Ich bin ja nicht wirklich ausgebildet in diesem Beruf.
Vor allem mit den sogenanten Problemkindern, die ihr Problem in Form von Hyperaktivität oder Agression zu zeigen pflegten, gerade mit denen kam ich super zurecht.
Wisst ihr was meiner Meinung den meißten Kindern fehlt? Aufmerksamkeit! Auch wenn sie klein sind, wollen sie ernst genommen werden. Und das tue ich, ich respektiere ihre Sichtweise und stelle mich nicht drüber und sage du bist klein und weißt gar nichts.
Und auch wenn ihre Gedanken absurt erscheinen. Es sind ihre Gedanken.Man kann nicht einfach sagen, dass diese Gedanken falsch sind, sondern muss ihre Gedanken weiter ausarbeiten, dass sie selber erkennen, dass so wie man in einem Moment eine Sache anschaut. Sie bei längerer Betrachtung und auch aus verschiedenen Richtungen anders ausschauen könnte.
Und was ich auch erschrockener Weise erkennen musste ist, dass sich vieles zum negativen entwickelt hat im Vergleich zu meiner Kindheit.
Ich möchte mir nicht ausmalen wie Egoistisch die kommenden Generationen mal werden.
Zum Juli war ich schon wieder ausgepauert. Ihr dürft allerdings nicht vergessen dass ich allein am Wochenende, sprich von Freitag bis Montag in der Regel über 40 Stunden arbeitete. Freitags um 11 uhr arbeitete ich bis 16:30 Uhr in der Schule. Danach ging es um 18:30 in der Bar weiter wo ich bis ca 3:30 tätig war. Samstags arbeitete ich dann von 10:00 bis 22:30 in einem Thai Restaurant und um 23 Uhr arbeitete ich dann inder Discothek bis ca. 7 Uhr Sonntags. Von der Disco lohnte es sich in der Regel nicht, nochmal nach Hause zu fahren, öfters legte ich mich einfach an den Rhein schlief dort zwei Stunden um pünktlich um 10:30 im Rhein-Restaurant bis ca 18 Uhr zu arbeiten.
Aus diesem Grunde war ich im Juli auch schon wieder ausgepauert. Sprich... Ich schaltete mein Handy für eine Woche aus, verbarikadierte mich in meinem Haus und schrieb, schrie und schrieb. Eine Woche lang schrieb ich mir alle Eindrücke herrunter.
Um zu erkennen, selbst wenn ich die Kölner als tolleranter bezeichnen würde im gegensatz zu den Berlinern, so viel mir trotzdem auf, dass es die selben Sehnsüchte waren, die schon mein Berliner Umfeld plagten. Und ich würde mal die Sehnsucht nach der großen Liebe als die größte bezeichnen.
Und das große Problem ist, dass viele gar nicht wissen was das bedeutet.
Viele verbinden Liebe mit Sex... Doch Sex kann man kaufen, worauf sich wieder viele einbilden sie bräuchten viel Geld. Sprich:...
Viel Geld = Sex = Liebe
Doch um wirklich Liebe zu finden muss man vor allem in erster Linie sich selbst lieben. Und um viel Geld zu erlangen muss man nur all zu oft gegen sein Gewissen handeln, was es wiederum einem erschwert sich selbst zu lieben.
Gut dachte ich danach... Vielleicht ist es ja nur in Deutschland so. Vielleicht sind die Deutschen ja mitlerweile von der Propaganda der Konzerne so beeinflußt, dass sie es einfach nicht mehr fertig bringen, den Hass der auf unseren Strassen in Form von Neid, Skrupellosigkeit, Lug, Trug oder Gier herscht abzuschütteln und sich selbst damit bekleckern. Vielleicht sind ja mitlerweile alle einfach geblendet durch diese ausartende Oberflächlichkeit.
Also wechselte ich wieder den Standort. Am 16 September saß ich dann im Flieger nach Jakarta. Die Hauptstadt von Indonesien und der Wohnort der meißten Muslime unserer Erde. Für die, die vielleicht jetzt Indonesien mit Tunesien verwechseln, was mir leider all zu häufig von Unwissenden demonstriert wurde. Indonesien liegt oben links über Australien und besteht aus über 10 Tausend Inseln.Dabei sind einige doppelt so groß wie Deutschland.
Ich kam drei Tage vor dem moslemischen Weihnachten an, Lebaran. Und ich hatte schon einen kleinen Kulturschock als ich den Verkehr dort sah. Wisst ihr, in den drei Tagen vor Lebaran gab es nur allein im Umkreis von Jakarta 800 Verkehrstote... Ich hatte auch einige wirklich schlimme Unfälle gesehen. Und um von Jakarta nach Cirebon zu gelangen, brauchten wir an die 17 Stunden. 17 Stunden für knappe 500 Kilometer.
Doch dann war ich am Ziel. Eine Stunde von Cirebon am Fuße des Vulkans Chiremai liegt das kleine Dorf Kunningan. Ein kleines Dorf mit einer kleinen Einkaufsstrasse und einem Supermarkt. Die Menschen denen ich dort begegnete kamen mir auf Anhieb glücklicher vor. Sie lachten vom Herzen und man fühlte es richtig, wenn sie einen mochten.
Ich verbrachte vier Tage in Kunningan. Wir feierten Lebaran und mir kam es vor als wurde mir das halbe Dorf vorgestellt. Ich spreche nur ein wenig Indonesisch und die Leute auf die ich anfangs so traf sprachen auch nur wenig Englisch. Trotzdem konnte ich mich ziemlich gut verständigen und man war eigendlich nur am Lachen.
Am vierten Tag fragte mich jemand ob ich schwimmen gehen wollte. Bei dreißig Grad im Schatten war das die schönste Frage die man mir stellen konnte.
Nach einer halben Stunde mit dem Motorad war ich mit meinem Bekannten am Schwimmbad angelangt.
Hunderte Menschen drengten ein und aus und das Kinderbecken war voll mit Menschen. Dann stand ich vor dem Erwachsenen Becken. Hunderte Menschen drengelten sich um dieses Becken, aber nicht ein einziger war in dem Wasser auszumachen. Alle standen nur um das Becken herrum und fütterten die heiligen Fische.
FISCHE riesige Fische so groß wie mein Bein schwammen dort herrum. Mein Bekannter versuchte mir mitzuteilen dass ich doch jetzt schwimmen sollte.
Meine Freude auf das kühle Nass war zu diesem Zeitpunkt in Skepsis verwandelt. Ich wollte meinen Bekannten allerdings auch nicht enttäuschen. Also sprang ich einfach rein. Wärend ich meine Bahnen zwischen den Fischen zog spürte ich die Blicke, die nun auf mich gerichtet waren. Ich hörte das Lachen der Leute, das Schreien.
Und aus den Augenwinkeln sah ich wie mein Bekannter umlagert wurde und er stolz von seinem Freund aus Germany berichtete. Als ich nach vier Minuten das Becken verließ klopften mir zig Leute auf die Schulter... Viele sagte "hello, how are you?" und jeder schenkte mir ein Lächeln.
Diese Geschichte war Gold wert. Denn in meinem gesamten Indonesienaufenthalt konnte ich mit dieser Geschichte die Leute zum Lachen bringen.
Denn eins wurde mir bestätigt. Wenn du den Leuten ein Lächeln schenkst, dann mögen sie dich. Aber bringst du sie zum Lachen... Dann lieben sie dich.
Am fünften Tag ging es wieder nach Jakarta. Wir kamen in einem riesigen Haus von dem Freund meines Vaters unter. Dort lernte ich dessen Kinder kennen und diese waren alle in meinem Alter. Und wir zogen durch Jakarta und sie zeigten mir the way of life in Jakarta.
In Jakarta gibt es 98 Einkaufszentren oder auch Malls genannt. Aber nicht einen Park zum spazieren gehen.
Wir fuhren von Mall zu Mall, trankten mal dort ein Kaffe und dann wieder woanders eine Cola. Das wars, das war ihr Jakarta. Ich war nicht wirklich begeistert.
Dann an einem Freitag Abend veränderte sich alles. Wir saßen alle in einer Karaoke Box und sangen gemeinsam.
Als sich die Tür öffnete begegnete ich den schönsten Lächeln seit langer Zeit. Sie war 25 Jahre alt, mittellanges Haar und ist eine von den Personen, die nur durch ihre Anwesenheit die Stimmung aufheizen können. Sie griff sich das Mikrofon, sprang auf das Sofa und sang und tanzte. Ich war hin und weg, ließ mir allerdings nichts anmerken.
Einen Tag später mietete uns der Freund meines Vaters alle in ein Fünf Sterne Hotel ein, wo ich auch zum ersten mal auf einen richtigen Swimmingpool traf.
Als wir Abends alle gemeinsam im Hotelzimmer rumlümmelten, sprach mich das Mädchen meiner Träume zum aller ersten mal an.
Sie fragte mich, ob ich lust hätte mit ihr eine Rauchen zu gehen.
Sie brachte mich in die Hotelbar, wo ein Pianist leise vor sich hinklimperte. Sie erzählte mir das sie zwei Jahre in London verbracht hatte, und zwei Jahre in Südafrika.
Ich erfuhr das sie eigendlich Hypnotherapeutin ist... und was sie sonst noch so gemacht hatte in ihrem Leben. Dann sagte sie allerdings auch, das sie seit drei Jahren mit ihrem Freund zusammen ist, welcher in Südafrika lebte.
Abends gingen wir dann alle in die Disco... und feierten. Und dann küssten wir uns. Keiner von uns beiden konnte sich ein Tag später erklären wie es dazu kam, aber an den Kuss kann ich mich erinnern.Ein langer Kuss etwas über eine Minute, ich hörte unsere Freunde rumgrölen... Damit hatte keiner gerechnet, vor allem wir beide nicht.
Am nächsten Tag taten wir so als wäre nichts geschehen, plauderten ein wenig und an diesem Sonntag Abend verließ ich Jakarta für mehr als ein Monat.
Ich hatte auch Sehnsucht nach Abenteuer, ich wollte nichts anderes als Meer, Strand und Palmen.
Ich fuhr zurück nach kunningan, wo ich einige Wochen verbrachte und den Vulkan bestieg... zwei Tage musste ich dafür durch den Dschungel, dass Ziel war allerdings diese Anstrengung wert. Ich kam mir vor als säße ich auf dem Dach der Welt... Über den Wolken konnte ich die Sonne aufgehen sehen. Oder ich fuhr runter zum Meer wo ich für einen Tag auf einem Fischerboot anheuerte und zwei Tage auf offener See verbrachte und alle möglichen Fische fing.
Ich hatte auch einfach enorm viel Zeit meinen Gedanken nach zu hinken, ohne das Gefühl Zeit zu vergeuden.
Ich habe dort für mich erkannt, dass es wichtig ist abzuschalten. Jedoch war das in Deutschland nur begrenzt möglich. Viel zu viele Dinge die einem hier durch den Kopf schwirren, Sachen die man noch erledigen muss, Rechnungen die bezahlt werden wollen. Freunde die man schon lange besuchen wollte, es aber nie geschafft hat. Einfach sich hinzusetzen und nichts zu tun, bereitete mir ein schlechtes Gewissen. Also versuchte ich mir soviel wie möglich an Arbeit aufzudrücken, um mir dann selber zu sagen, du gibst dein bestes.
Ich machte mir auch Gedanken über die Leute in Jakarta und Kunningan. Zwei wirklich komplett verschiedene Welten auf nur einer Insel.
Was allerdings alle verbindet ist der starke Familienzusammenhalt. Dadurch entgehen viele wohl den Depressionen die so viele Deutsche Plagt.
Es einem wohl extremen halt wenn dich Menschen kennen, wirklich kennen. Deine Geschichte, und sie dadurch auch dein Handeln besser beurteilen können.
Keine Masken... Ehrlichkeit, Offenheit, VERTRAUEN.
Und dann bekam ich eine Mail von IHR sie fragte nach meiner Nummer. Ich gab sie ihr und es fing ein SMS-Marathon an der sich über Wochen hinzog.
Eines Abends rief sie mich an. Sie erzählte mir sie hätte einen Artikel im Internet von mir gefunden. Mir rutschte das Herz in die Hose.
Sie sagte zwar, Vergangenheit sei Vergangenheit, und jeder gehe damit anders um diese zu verarbeiten. Aber es war mir zu tiefst peinlich.
Ich erzählte ihr, dass ich vor hatte nach Bali weiter zu ziehen. Und sie fragte mich ob wir uns dort nicht treffen könnten.
Einige Tage saß ich im Bus nach Bali 28 Stunden war ich unterwegs. In Bali wurde ich von meiner Stiefschwester abgeholt. Und sie brachte mich auf mein Verlangen hin direkt zum Strand. Dort riss ich mir meine Sachen vom Leib und sprang wie ein kleines kind in die Wellen.
Ihr könnt euch nicht vorstellen wie sich das nach dreißig Stunden Busfahrt anfühlt.
Dann saßen wir noch am Strand und schauten der Sonne beim untergehen zu, wärend das Mädchen meiner Träume mir SMS schickte. Ich war vollends glücklich. Vollkommenes Glück.
Ich hatte mir auch schon enorm viel der indonesischen Sprache angeeignet.
Mein eintigstes Ziel war es die schönsten Strände Balis zu finden.
Und das tat ich, mit einem Mietwagen fuhr ich die Küsten entlang, sprach mit Einheimischen um zu erfahren wo sie sind... Die Traumsrtände Balis.
Und unter all den wunderschönen Stränden gab es eine Lagoone die für der schönste Ort der Welt ist.
Und dann kam SIE drei Tage verbrachten wir zusammen, drei Tage in denen wir uns Hals über Kopf verliebten.
Wenn ich schon zur Anreise auf Bali vollkommendes Glück empfand, so waren diese Tage mit ihr unbeschreiblich.
Und folglich die darauf folgenden Wochen mit ihrer Abwesenheit unerträglich.
Also flog ich zurück nach Jakarta, die Stadt, die ich anfangs überhaupt nicht leiden konnte.
Doch mit ihr zusammen war es als säße ich in meiner Lagoone.
Was mir zeigte... Es ist egal wo man ist, wichtig sind einfach nur die Menschen um dich herrum.
Ein Paradies kann zur Hölle werden, und die Hölle kann urgemütlich sein... und den Unterschied bestimmt die Liebe.
In Jakarta verbrachte ich darauf hin noch einen Monat.
Sie zeigte mir auch die andere Seite der Stadt, tatsächlich gab es noch mehr als nur Einkaufszentren... Wichtig war für uns allerdings nur, dass wir zusammen waren.
Warum ich euch das alles erzähle?
Mitlerweile bin ich zurück in Köln. Alleine...
Ich fing am 24 Dezember an diesen Text zu schreiben. Ja richtig.
Wärend ihr hoffentlich zusammen mit eurer Familie Weihnachten gefeiert habt, saß ich in einem Internet-Cafe und fing an euch diesen Text zu schreiben.
Vielleicht wollte ich mich ablenken, aber als ich auf dem Weg zu MC-Donalds in einer Überschrift las, dass die Telefonseelsorge komplett überlastet sei verspürte ich den Drang euch zu schreiben.
Ganz genau wie vor einem Jahr... Ich habe nicht aufgegeben, ich werde nicht aufgeben und ich würde euch, denen es nicht so gut geht, gerne ein paar Dinge mit auf den Weg geben um etwas gelassener das nächste Jahr zu beginnen.
Es bringt nichts sich an traurige Schicksalsschläge zu klammern, ihr macht euch nur selber kaput damit. Die Vergangenheit ist vorbei, ihr könnt daran nichts ändern.
Deshalb ist das einzige was zählt eure Zukunft, in der solltet ihr gedenken zu leben.
Genau vor einem Jahr hatte ich nichts, ich hatte alles verlohren, meine Wohnung, meine Freundin, meinen Job... Ich hatte nichts als meinen kleinen Trolli mit dem ich dann einmal um die Welt gezogen bin.
Solange ihr nicht Tod seit bedeutet ein Ende auch immer ein neuer Anfang...
Und es liegt an euch wie ihr diesen Anfang bestreitet.
Wisst ihr, viele Menschen haben mir ihre traurige Geschichte erzählt, mitunter wirklich traurige Geschichten. Wir alle sitzen im gleichen Boot jeder hat seine Ängste und Sorgen... Wenn ihr die große Liebe sucht, und gar nicht euch selbst liebt.
Was wollt ihr denn eurer großen Liebe geben? Geld?
Das wertvollste was ihr einer Partnerschaft zufügen könnt, seid ihr selber. Doch dafür müsst ihr euren Wert erst einmal erkennen.
Und was wesentlich Wertvoller ist als Geld sind Momente, Momente in den ihr Lacht, Momente in denen ihr glücklich seid.
Ich meine schaut mich an am Heiligen Abend saß ich alleine bei MC-Donalds, aber war ich traurig? na gut vielleicht war ich ein wenig einsam... Wer wäre das nicht.
Aber trotzdem blicke ich in eine schöne Zukunft.
Denn vor zwei Wochen hat mich meine Liebe aus Indonesien angerufen. Und wisst ihr was... Ich werde Papa...
Also werde ich Deutschland im Februar verlassen und weiter meinem Herzen folgen.
Und mein Herz sagt mir ich müsse nach Indonesien... Also tue ich das...
Was ich dort machen werde weiß ich noch nicht genau, aber ich bin zuversichtlich, dass dort schon was gutes auf mich zukommt...
Ich liebe mein Deutschland, aber mein Deutschland wird von Tag zu Tag kälter, und ich habe ein Jahr versucht daran was zu ändern... ohne Erfolg.
Also seht zu, dass ihr wieder etwas aufeinander zu geht, ansonsten werdet ihr irgendwann erkennen, dass ihr es ward, die ihr nichts unternommen habt, eurem Land zu helfen als es am untergehen war. Ich rede nicht von Geld, die meißten zahlen schon die Hälfte ihres Geldes an Vater Staat... in Form von Steuern.
Ich meine fangt einander an zu lächeln, seid hilfsbereit wenn ihr jemanden sieht der Hilfe brauch, egal ob alt, blind, oder arm dann helft... egal ob über die Strasse oder wenn ihr auch nur euren Sitzplatz anbietet. Euer Gewissen wird euch belohnen.
Und glaubt nicht alles was das Fernsehen euch auftischt. Göbbels würde heute mit den Ohren schlackern, wenn er sehen würde wie beeinflussbar die Massen dem Fernsehen alles glauben was es ihnen sagt.
Ich glaube immer noch, dass wir ein gutes Volk sind, ziemlich naiv, aber im Herzen gerecht und absolut fleißig.
Verliert niemals die Hoffnung auf eine gute Zukunft, ansonsten habt ihr schon verlohren...
Ich wünsche euch ein wunderschönes neues Jahr und einen guten Rutsch!!!
Das erste Kind ist leider im Januar abgegangen, im Februar waren die Nachblutungen meiner jetzigen Frau so stark, dass wir eine Nacht im Krankenhaus verbrachten.
Eine Woche spaeter heirateten wir...
Und die die mich kennen, wissen ja, wie fleissig ich bin...
Meine Frau ist wieder schwanger, und laut Krankenhaus, wird mein kleines Purzel euch noch in diesem Jahr "Hallo" sagen...
am 24 Dezember ist der vorraussichtliche Entbindungstermin.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
so ein besonderer post und noch kein comment? danke für deine gedanken, sie haben mich motiviert...
AntwortenLöschenjs